Es gibt eine gewisse Komplexität darin, einen Raum mit jemandem zu teilen. Ein Zuhause zu teilen ist einfach. Es zu teilen, ohne sich selbst dabei zu verlieren, ist etwas anderes. Unterschiedliche Rhythmen, unterschiedliche Momente der Konzentration und Pause, unterschiedliche Arten, sich durch dieselben Zimmer zu bewegen. In dieser Wohnung ging es nicht darum, mehr Platz zu schaffen. Es ging darum, den Raum persönlich wirken zu lassen, ohne seine Offenheit zu brechen.

Das Ergebnis ist ein Umfeld, in dem alles miteinander verbunden ist und dennoch nichts generisch wirkt.

Die Wohnung entfaltet sich als ein einziges, offenes Volumen. Küche, Wohnbereich und Arbeitsplatz sind alle Teil desselben zusammenhängenden Raums, verbunden mit einem großen Fenster und einem Innenhof, der Licht tief in den Grundriss bringt.

Was ihn jedoch definiert, ist nicht die Offenheit an sich – sondern wie mit dieser Offenheit umgegangen wird.

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  • Anstatt den Raum undefiniert zu lassen, entstehen kleinere Ecken innerhalb von ihm. Ein Stuhl am Fenster. Ein Arbeitstisch, der sich leicht abgesetzt anfühlt. Regale, Objekte und im Laufe der Zeit gesammelte Stücke, die Abwechslung und ein Gefühl der Zugehörigkeit einbringen.

    „Es ist offen, fühlt sich aber nicht exponiert an", erklären sie. „Es gibt immer Orte, an denen man sich niederlassen kann."

    Diese feinen Unterschiede schaffen eine vielschichtige Atmosphäre. Der Raum braucht keine Wände, um strukturiert zu wirken – er gewinnt Intimität durch Nutzung, durch Objekte, durch die Art, wie jeder Bereich still für sich beansprucht wird.

    In einem solchen Grundriss kann die Küche leicht wie ein Einschub wirken – etwas, das in den Raum eingefügt wurde, anstatt Teil von ihm zu sein.

    Hier ist es genau umgekehrt.

    Ihre Proportionen folgen der Geometrie der Wohnung. Linien fluchten mit den bestehenden Wänden, Volumen fügen sich komfortabel in den Maßstab des Raums ein, und ihre Präsenz wirkt geerdet statt aufgezwungen. Sie verbindet sich direkt mit dem Wohnbereich und dem Innenhof und wird so zu einem natürlichen Übergangsort zwischen den Momenten des Tages.

    Diese Kontinuität ermöglicht es der Küche, den Raum zu organisieren, ohne ihn zu dominieren. Sie gibt der Offenheit Struktur, lässt dem Rest des Zuhauses aber dennoch Raum, sich darum herum zu entfalten.

Material als Ausdruck von Identität

Für ein Paar, das in kreativen Berufen arbeitet, war Neutralität nicht das Ziel.

Sie suchten nicht nach etwas, das im Hintergrund verschwindet, sondern nach einem Material, das Präsenz ausstrahlen kann, ohne den Raum zu überfordern. Die Wahl von WOOD Cherry bringt Wärme und Tiefe und verleiht dem Raum einen unverwechselbaren Ton, der sich im Laufe des Tages mit dem Licht verändert.

Das Material wird Teil der Atmosphäre der Wohnung. Es verbindet sich mit anderen Elementen im Raum, steht aber auch für sich allein und verleiht Charakter, ohne das Gesamtgleichgewicht zu stören.

Zusammenleben, auf unterschiedliche Weise

Was dieses Projekt zeigt, ist, dass Offenheit nicht Einheitlichkeit bedeuten muss.

Innerhalb eines gemeinsamen Raums kann Individualität dennoch existieren – nicht durch Trennung, sondern durch Details. Durch kleine Entscheidungen, die verschiedene Arten ermöglichen, dasselbe Zimmer zur gleichen Zeit zu bewohnen.

Die Küche steht genau an der Schnittstelle dieser Dynamik. Nicht nur als Ort zum Kochen, sondern als ein Element, das alles zusammenhält – visuell, materiell und in der Art, wie der Raum gelebt wird.

Es geht nicht darum, Raum zu teilen oder ihn zu klar zu definieren. Es geht darum, Raum für zwei Menschen zu gestalten, die auf ihre eigene Weise leben – gemeinsam.

Projekt:

Amina Camilleri

Fotografien:

Sergio Pradana

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